Eva Bender stellt Bildungsoffensive für junge Menschen in der Region Hannover vor
Gute Bildung entscheidet über Zukunftschancen, Fachkräfte, sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Stärke der Region Hannover. Eva Bender, SPD-Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin, fordert deshalb eine umfassende Bildungsoffensive für junge Menschen in der Region. Im Mittelpunkt stehen ein langfristiges Investitionsprogramm für Schulen, eine bessere Ausstattung der Berufsbildenden Schulen und Förderschulen, mentale Gesundheit, sozial gerechte Ressourcensteuerung, bezahlbares Azubiwohnen sowie gute Mobilität für junge Menschen.
„Wenn wir über die Zukunft der Region sprechen, müssen wir über Bildung sprechen. Junge Menschen brauchen moderne Lernorte, verlässliche Unterstützung, gute Berufsschulen, bezahlbaren Wohnraum in der Ausbildung und Wege, die sie sich leisten können“, erklärt Eva Bender. „Bildungspolitik ist für mich Zukunftspolitik, Sozialpolitik und Fachkräftepolitik zugleich.“
Wenn Geld für unsere Schulen bereitsteht, muss es auch bei den Schulen ankommen.
10-Jahre-Investitionsprogramm für moderne Schulen
Für Eva Bender braucht es dafür ein verbindliches 10-Jahre-Investitionsprogramm Bildung für die Region Hannover. Ziel ist es, Schulbau, Sanierung, Ausstattung, Digitalisierung, Werkstätten, Lernräume, Beratungsangebote und Gesundheitsförderung langfristig zusammenzuführen. „Wir brauchen einen klaren Plan für die nächsten zehn Jahre: Welche Schulen werden saniert? Welche Räume fehlen? Welche Ausstattung brauchen Berufsbildende Schulen und Förderschulen? Wo ist der größte Bedarf? Und wie sorgen wir dafür, dass Fördermittel auch wirklich abgerufen werden?“, macht Eva Bender deutlich.
Gerade Berufsbildende Schulen seien für die Zukunft der Region zentral. Sie seien Orte der Ausbildung, Integration, beruflichen Orientierung, Fachkräftesicherung und zunehmend auch sozialer Unterstützung. Deshalb müssten sie modern ausgestattet werden - mit zeitgemäßen Werkstätten, digitalen Lernumgebungen, guten Fachräumen und Beratungsstrukturen. Aus Sicht von Eva Bender ist problematisch, dass bislang nur rund ein Drittel der verfügbaren Mittel für die Ausstattung der Berufsbildenden Schulen abgerufen wird.
„Wenn Geld für unsere Schulen bereitsteht, muss es auch bei den Schulen ankommen. Wir können uns nicht leisten, dass Mittel liegen bleiben, während vor Ort moderne Ausstattung fehlt", unterstreicht Eva Bender. „Dafür braucht es bessere Steuerung, Unterstützung bei Antragstellung und Umsetzung sowie ein verlässliches Investitionsmanagement."
Förderschulen nicht vergessen
Ein ausdrücklicher Bestandteil der Bildungsoffensive sind auch die Förderschulen in der Region. Sie leisten wichtige Arbeit für Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf und müssen bei Investitionen, Ausstattung, Digitalisierung, Räumen und Fachpersonal konsequent mitgedacht werden. „Inklusion und Förderschulen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Entscheidend ist, dass jedes Kind die Unterstützung bekommt, die es braucht. Dafür brauchen wir gute Räume, gute Ausstattung und starke multiprofessionelle Teams", macht Eva Bender deutlich.
Mentale Gesundheit früher stärken
Neben baulichen und materiellen Investitionen müsse Bildungspolitik stärker auf mentale Gesundheit schauen. Psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen wirkten sich unmittelbar auf Lernen, Schulabschlüsse, Ausbildungschancen und Teilhabe aus.
Aktuelle Studien zeigen die Dringlichkeit: Bereits vor Corona zeigten rund 17 Prozent der 3- bis 17-Jährigen Anzeichen psychischer Auffälligkeiten. Bei Kindern aus sozioökonomisch schwächeren Haushalten lag der Anteil bei 26 Prozent, bei privilegierten Haushalten bei 10 Prozent. 2024 fühlten sich 21 Prozent der Kinder und Jugendlichen zumindest manchmal einsam. Laut Schulbarometer gelten 21 Prozent der 8- bis 17-Jährigen als psychisch auffällig oder grenzwertig belastet.
„Mentale Gesundheit darf nicht erst im Wartezimmer beginnen. Wir müssen junge Menschen dort stärken, wo ihr Alltag stattfindet: in Kita, Schule, Jugendhilfe, Ausbildung, Sport und Freizeit", so Eva Bender.
Dazu gehören aus ihrer Sicht mehr niedrigschwellige Beratungsangebote, Schulsozialarbeit, multiprofessionelle Teams, Resilienzförderung, Gesundheitsprävention und Bewegungsangebote. „Bewegung, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit sind wichtige Schutzfaktoren. Wer Kinder und Jugendliche stark machen will, muss ihnen Räume geben, in denen sie sich bewegen, mitreden und Unterstützung bekommen", sagt Eva Bender.
Mentale Gesundheit darf nicht erst im Wartezimmer beginnen! Wir müssen junge Menschen dort stärken, wo ihr Alltag stattfindet.
Sozialindex: Unterstützung dorthin, wo der Bedarf am größten ist
Ein weiterer Baustein ist für Eva Bender eine stärkere sozialdatenbasierte Ressourcensteuerung. Schulen und Einrichtungen mit größeren sozialen Belastungen müssen gezielter unterstützt werden – etwa bei Schulsozialarbeit, Sprachförderung, Berufsorientierung, Gewaltprävention, Gesundheitsförderung oder digitaler Ausstattung.
„Gerecht ist nicht, wenn alle das Gleiche bekommen. Gerecht ist, wenn Unterstützung dort ankommt, wo die Belastungen am größten sind", so Eva Bender. Ein Sozialindex könne helfen, Ressourcen nachvollziehbar, fair und bedarfsgerecht zu verteilen, ohne Schulen zu stigmatisieren.
Ausbildung praktisch möglich machen: Azubiwerk, Wohnen und Mobilität
Im Mittelpunkt steht außerdem der Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf. Junge Menschen müssen echte Perspektiven bekommen – unabhängig von Einkommen, Wohnort oder sozialer Herkunft. Dazu gehört ein Azubiwerk Region Hannover mit bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende. Ausbildung darf nicht daran scheitern, dass junge Menschen keine bezahlbare Wohnung finden oder ihren Ausbildungsort schlecht erreichen.
„Azubiwohnen ist konkrete Fachkräftepolitik. Wer den Mittelstand, das Handwerk und die sozialen Berufe stärken will, muss Ausbildung im Alltag möglich machen", erklärt Eva Bender.
Auch Mobilität spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Jugendnetzkarte, verlässlicher ÖPNV, gute kommunale Anbindung und Angebote wie sprinti seien entscheidend, damit junge Menschen Berufsschule, Ausbildungsbetrieb, Beratungsstellen, Sportverein und Freizeitangebote erreichen können. „Mobilität ist Teilhabe. Eine gute Jugendnetzkarte und ein verlässlicher ÖPNV entscheiden mit darüber, ob junge Menschen ihre Chancen nutzen können", unterstreicht Eva Bender.
Jugendbeteiligung stärken
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Stärkung von Jugendparlamenten und Beteiligungsformaten. Junge Menschen müssen erleben, dass ihre Stimme zählt und sie ihre Region mitgestalten können.
„Jugendbeteiligung ist Demokratiebildung. Sie stärkt Selbstwirksamkeit, Vertrauen und mentale Gesundheit. Wer junge Menschen ernst nimmt, stärkt die Region von morgen", sagt Eva Bender.
Die Zukunft der Region Hannover entscheidet sich daran, wie gut wir junge Menschen stärken.
Bildung ist auch Fachkräftepolitik
Aus Sicht von Eva Bender sind Investitionen in Bildung und mentale Gesundheit auch wirtschaftlich notwendig. Psychische Belastungen erhöhen das Risiko für Schulabbrüche, Ausbildungsabbrüche und spätere Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Jugendliche mit psychischen Problemen haben ein 1,5- bis 3-fach höheres Risiko, die Schule abzubrechen.
„Wer über Fachkräftemangel spricht, muss über Bildung, Gesundheit, Wohnen und Mobilität junger Menschen sprechen. Prävention, moderne Schulen und gute Ausbildungsbedingungen sind nicht nur sozial richtig, sondern wirtschaftlich vernünftig", so Eva Bender.
Abschließend erklärt Eva Bender: „Die Zukunft der Region Hannover entscheidet sich daran, wie gut wir junge Menschen stärken. Moderne Schulen, starke Berufsbildende Schulen, gut ausgestattete Förderschulen, mentale Gesundheit, Jugendbeteiligung, Azubiwohnen und bezahlbare Mobilität gehören zusammen. Daraus will ich als Regionspräsidentin eine gemeinsame Zukunftsaufgabe machen."