„KOSTENFREIE SCHÜLERMOBILITÄT BRAUCHT EINEN VERLÄSSLICHEN WEG“
Eva Bender, SPD-Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin, will Familien bei den Mobilitätskosten deutlich entlasten. Kostenfreie Schülermobilität bleibt für sie das langfristige Ziel. Gleichzeitig fordert sie einen belastbaren Finanzierungsweg.
„Mobilität darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Kostenfreie Schülermobilität ist deshalb ein richtiges Ziel“, sagt Bender, „Aber wer sie sofort für alle verspricht, muss auch erklären, wie sie dauerhaft finanziert werden soll.“
Bereits heute gäbe es laut Bender die Region Hannover – ohne Freistellungsverkehre – rund 29 Millionen Euro jährlich für die Schülerbeförderung aus. Davon profitieren etwa 47.700 Schülerinnen und Schüler. Das von Bender und Hannovers SPD-Oberbürgermeisterkandidat Axel von der Ohe vorgelegte Mobilitätskonzept beziffert ein Modell eines kostenfreien Schüler-ÖPNV auf eine Größenordnung von rund 55 Millionen Euro jährlich und sieht deshalb langfristig eine Beteiligung von Land und Bund vor.
„Eine vollständige Kostenfreiheit für alle rund 119.300 Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der Sekundarstufe I, unabhängig von der Entfernung zur Schule, würde nach aktueller Berechnung sogar rund 72,5 Millionen Euro jährlich kosten. Gegenüber den bereits eingeplanten 29 Millionen Euro wären das rund 43,5 Millionen Euro zusätzliche Ausgaben pro Jahr“, erklärt Eva Bender.
Ein kostenloses Ticket allein reicht nicht. Junge Menschen brauchen einen ÖPNV, der sie zuverlässig und sicher zur Schule, zum Sport, zu Freunden und wieder nach Hause bringt.
zwei konkrete Schritte
Bender setzt deshalb zunächst auf zwei konkrete Schritte: Die Erhöhung der Jugendnetzkarte von 15 auf 18 Euro soll zum Schuljahresbeginn 2027 zurückgenommen werden. Gleichzeitig soll die kostenfreie Schülerbeförderung bis in die Sekundarstufe II ausgeweitet werden.Für die rund 22.800 Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler würde die Ausweitung bei einer vergleichbaren Inanspruchnahme wie bisher zusätzliche Kosten von rund 5,5 Millionen Euro jährlich verursachen.
Dazu erklärt sie: „Mein Weg ist klar: Jugendnetzkarte wieder auf 15 Euro, kostenfreie Schülerbeförderung bis in die Oberstufe und gleichzeitig bessere Verbindungen in der gesamten Region. Gemeinsam mit Land und Bund will ich die Voraussetzungen schaffen, um anschließend den nächsten Schritt zu gehen. Mein Ziel bleibt kostenfreie Schülermobilität für alle – aber so finanziert, dass sie dauerhaft Bestand hat.“
Für Bender gehört deshalb auch die Qualität des ÖPNV zur Debatte. Interkommunale Verbindungen sollen verbessert, Bus und Bahn besser aufeinander abgestimmt und Taktung sowie Umstiegszeiten stärker an den Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern ausgerichtet werden.
Mit ihrem Programm „FahrSicher“ will Eva Bender zudem dafür sorgen, dass junge Menschen sich im ÖPNV im Alltag und gerade auch in den Abend- und Nachtstunden sicher fühlen – mit erreichbarer Hilfe, sicheren Haltestellen und mehr sozialer Präsenz.
Abschließend erklärt sie: „Ein kostenloses Ticket allein reicht nicht. Junge Menschen brauchen einen ÖPNV, der sie zuverlässig und sicher zur Schule, zum Sport, zu Freunden und wieder nach Hause bringt. Bezahlbarkeit, Verlässlichkeit und Sicherheit gehören zusammen.“