Schulbau benötigt dringend Verlässlichkeit, Transparenz und einen klaren Investitionsplan
In der Region Hannover wird der Handlungsdruck im Schulbau immer größer. Verlässliche und transparente Entscheidungen sind unerlässlich, um den steigenden Bedarf an modernen Lernorten zu decken. Mit der erstmaligen Vorlage einer Priorisierung der anstehenden Bauprojekte setzt die Regionsverwaltung ein wichtiges Zeichen, doch eine bloße Auflistung reicht nicht aus. Eva Bender, Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin, unterstreicht: „Es braucht eine klare, nachvollziehbare Grundlage für Investitionen, damit Schulen, Eltern und insbesondere die Schülerinnen und Schüler endlich langfristige Planungssicherheit erhalten.“
Für Schulen, Schulleitungen, Eltern und vor allem für die Schülerinnen und Schüler sei Verlässlichkeit entscheidend. Projekte dürfen nicht über Jahre hinweg diskutiert werden, ohne dass ein klarer Umsetzungszeitraum erkennbar ist. Die vorgelegte Liste sei zwar ein erster Ansatz, doch sie offenbart laut Bender auch die eine unzureichende Vorbereitung auf die Herausforderungen, vor denen die Region steht.
„Es ist nicht richtig, dass Planungsstände und verwaltungsinterne Abläufe oft die Hauptkriterien für Entscheidungen darstellen“, sagt Bender, „Wichtige Aspekte wie pädagogische Anforderungen, Schulentwicklungsplanung, der tatsächliche Bedarf an Schulplätzen und gesetzliche Verpflichtungen dürfen nicht ignoriert werden.“
Insbesondere der Ausbau von Ganztagsangeboten und die Schaffung zusätzlicher Förderschulplätze müsse dringend angegangen werden. Und auch bei den BBSen gibt es einen massiven Sanierungsstau.
Investitionen mit Plan und Verstand
Ein verbindlicher und regelmäßig fortgeschriebener Investitionsplan für die nächsten zehn Jahre ist unverzichtbar. Schulen müssen wissen, woran sie sind, und Transparenz ist unerlässlich, um Vertrauen zu schaffen und langfristige Planungen zu ermöglichen.
Die Priorisierung darf nicht isoliert betrachtet werden. Es ist entscheidend, dass auch alternative Umsetzungswege wie die Schulbau Region Hannover GmbH, modulare Bauweisen und innovative Modelle geprüft werden. „Hamburg ist diesen Weg der Schulbaugesellschaft bereits vor über 10 Jahren gegangen und das extrem erfolgreich" so Bender, „Wir sollten uns an dieser Stelle Hamburg zum Vorbild nehmen. Der Status quo ist unzureichend, und die dringend benötigten Schulbauprojekte müssen deutlich schneller und verlässlicher realisiert werden.“
Der Status quo ist unzureichend, und die dringend benötigten Schulbauprojekte müssen deutlich schneller und verlässlicher realisiert werden.
Mehr als Listen und Tabellen
Letztlich geht es nicht nur um Listen oder Tabellen. Es steht auf dem Spiel, moderne und zukunftsfähige Lernorte für die jungen Menschen in der Region Hannover zu schaffen. Bildung muss bei Investitionen an oberster Stelle stehen, und es ist höchste Zeit, dass wir diesem Anspruch gerecht werden.“