Der Pieper schrillt. Keine Zeit, die Fahrzeuge in der Halle zu bestaunen, kein Moment zum Ankommen. Der Motor springt an und der Rettungswagen rollt hinaus. Mit dabei: Eva Bender, die SPD-Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin. „Das erste Mal das Fahrzeug betreten und Platz nehmen ist sehr aufregend“, wird sie später sagen. Da liegt die Rettungswache Laatzen längst hinter ihr. Eva Bender wollte nicht nur über den Rettungsdienst reden, sondern den Alltag der Rettungssanitäterinnen und -sanitäter erleben. Sechs Stunden lang begleitete sie eine Nachtschicht des DRK. Zeit genug, um zu schauen, zu fragen und selbst mit anzupacken.

Rettungswache in Laatzen als Dreh- und Angelpunkt

Die Rettungswache Laatzen ist ein Knotenpunkt. Von hier aus versorgen die Teams nicht nur den Süden der Region; wenn es nötig ist, fahren sie auch Einsätze in der Landeshauptstadt. Rund um die Uhr stehen ein Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Rettungswagen bereit. Werktags hält die Wache zusätzlich einen Krankentransportwagen vor, der den Süden und Osten der Region bedient. Rund 60 Beschäftigte, vor allem Notfallsanitäterinnen und -sanitäter, Rettungsassistenten und Rettungssanitäter, halten den Betrieb am Laufen.

Rettung kennt keine Uhrzeit, sondern nur den Einsatz für andere.

Die Nacht hat ihren eigenen Takt. Mal jagt ein Einsatz den nächsten, mal liegt Stille über der Wache. Bender blieb dicht an der Seite der Crew, hörte zu, schaute genau hin und half bei kleineren Vorkommnissen mit. Zwischen den Fahrten blieb Zeit für Gespräche – über den Job, die langen Schichten und das, was diese Arbeit wirklich ausmacht.

Rahmenbedingungen müssen stimmen

Dabei wurde schnell klar: Der Rettungsdienst ist weit mehr als Abholen und Versorgen. Die Spanne reicht von kleineren Problemen bis zum lebensbedrohlichen Herzstillstand. Die Sanitäterinnen und Sanitäter sind oft die Ersten, die da sind und damit Ansprechpartner, Zuhörer und Lebensretter in einem. Soziale Kompetenz, erzählen sie Bender, wird in diesem Beruf immer wichtiger. Doch all das gelingt nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Schnelle Hilfe braucht kurze Wege, genug Personal und kluge Planung, sonst dauert es im Ernstfall zu lange.

In dem Moment, wo man Hilfe braucht, muss sie auch rechtzeitig genug kommen!
Eva Bender

Genau hier setzt die SPD in der Region Hannover an. Sie will den Rettungsdienst in der Fläche weiter verbessern, damit Hilfe überall in der Region zügig ankommt. Hilfsorganisationen wie das DRK sieht sie als unverzichtbare Partner, die verlässlich unterstützt werden sollen. Und die Medizinstrategie der Region soll so weiterentwickelt werden, dass die Versorgung flächendeckend und wohnortnah bleibt. Für Bender ist das mehr als eine Zeile im Programm: „In dem Moment, wo man Hilfe braucht, muss sie auch rechtzeitig genug kommen. Das schaffen wir nur, wenn wir gemeinsam mit den Beteiligten die aktuellen Planungen, insbesondere zur Medizinstrategie, überprüfen und weiterentwickeln. Eine schnelle Versorgung im Notfall darf nicht zu einem Privileg der Städte werden.“

Alle Akteure an einen Tisch holen

Ein zweiter Punkt liegt Bender ebenfalls am Herzen: der Katastrophenschutz. Wenn es ernst wird, zählt jede Minute und jede Absprache. Nur wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, entstehen Lösungen, die im Ernstfall auch wirklich tragen.

Es geht nicht nur darum, dass jeder weiß, was zu tun ist, sondern auch darum, dass alle Absprachen, alle Pläne, die im Vorfeld getroffen wurden, auch tatsächlich umgesetzt werden können.
Eva Bender

Ein zweiter Punkt, der Bender besonders am Herzen liegt, ist der Katastrophenschutz. Die Katastrophenereignisse der letzten Jahre, allen voran das Weihnachtshochwasser 2023/2024 haben verdeutlicht, dass jede Minute und jede Absprache zählen, wenn es ernst wird. Nur wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, entstehen Lösungen, die im Ernstfall auch wirklich tragen.

Als die Schicht endete, lag eine lange Nacht hinter dem Team und schon machte sich die nächste Crew bereit, der nächste Pieper wartet bereits. Eva Benders Fazit fiel klar aus: „Vielen Dank für die Einblicke und die Möglichkeit, eine Schicht zu begleiten. Das hat spannende und vor allem lehrreiche Einblicke gegeben und für mich neue Impulse, damit auch an dieser Stelle der Alltag funktioniert und wir als Region gemeinsam vorangehen.“